nach unten

Geistlicher Impuls

Unsere Zeit in Gottes Händen


Man kann es nicht leugnen: Der Sommer ist vorbei, endgültig. Die Tage sind schon bedeutend kürzer geworden, die Bäume und Sträucher legen ihre bunte Blätterpracht an, kurz – es wird Herbst! Manche Menschen werden schwermütig. Aber auch der Herbst des Jahres, der Herbst des Lebens – alles das hat auch seine schönen Seiten. So ist das Leben! Unaufhaltsam schreitet die Zeit voran. Alles Irdische ist endlich. Wir können nichts festhalten. Was aber bleibt?

Für den gläubigen Menschen bleibt Gott unabänderlich als Herr über die Zeit. In seinen Händen ruht unser Geschick. Es gibt kein blindes Schicksal. Alles, was wir in dieser Zeit Gutes getan haben, alles, was wir vollendet und was wir unvollendet gelassen haben, ruht in seinen Händen. Bei aller Wandelbarkeit dieser Welt, bei aller Unstete unseres Verhaltens ist er der sichere Anker. Wer mit ihm sein Leben lebt, für den kann ruhig der Herbst kommen. Wenn es dunkler wird, wenn morgens die Nebel über das Land streichen, ist eine Zeit zum Nachdenken, zum Nachdenken über unsere Endlichkeit.

Unsere Zeit ist ja geschenkte Zeit! Sie sollen wir nutzen. Wenn wir sie ungenutzt vorübergehen lassen, dann haben wir sie vertan, dann ist sie vorbei wie der diesjährige Sommer, unwiederbringlich. Indessen, es besteht kein Anlass zur Hoffnungslosigkeit. Auch hier zeigt uns die Natur den Weg: Wenn nämlich die Blätter fallen, bereiten viele Pflanzen schon die Knospen für den nächsten Frühling vor. So ist es auch in unserem Leben: Nach jeder dunklen Stunde, nach jedem Versagen gibt es ein Licht! Und dieses Licht ist Jesus, der uns ganz nahe gekommen ist. Es leuchtet uns voran. Mit ihm wird es nie ganz dunkel. Folgen wir seinem Licht! Dann mag der Herbst, dann mag der Winter kommen. Jesus ist unser Licht.

   Ihr/euer Pater Roy