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Geistlicher Impuls

Glaube an die Auferstehung.


Jeden Sonntag bekennen Christen in ihrem Glaubensbekenntnis, dass sie an ein Leben nach dem Tod glauben. Doch was bedeutet der Glaube an die „Auferstehung der Toten und das ewige Leben“?

 

Das Zifferblatt der Uhr mit der Einteilung in zwölf Stunden bleibt fest und starr.

Aber die Zeiger verändern ihre Position.

Vor allem der Sekundenzeiger eilt unaufhaltsam dahin.

Eigentlich ist schon sein kurzes Stocken nach jeder Sekunde eine Lüge, denn die Zeit hält niemals an, pausenlos schreitet sie fort.

Was in einem Augenblick ist, ist im nächsten schon Vergangenheit.

Alles vergeht, aber nicht die Erinnerung.

In ihr sind die Erfahrungen, und mit ihnen die Zeit, aufbewahrt.

Gute und schlechte Erfahrungen, Erinnerungen, Zeiten.

Aus den Erfahrungen kann ich lernen.

Welche Worte, welche Verhaltensweisen haben zu guten Erfahrungen geführt,

welche zu unerfreulichen?

Aus Erfahrung wird man klug.

Doch abgelaufene, vergangene Zeit kann ich nicht zurückholen.

Vorbei ist vorbei!

Wie gehe ich mit meiner Zeit um?

Versäume ich die Zeit oder nutze ich sie?

Vergeude ich sie oder genieße ich sie?

Die Zeit vergeht, weil sie an die Materie gebunden ist.

Ohne Materie keine Zeit.

Darum spricht die Theologie von Ewigkeit, wenn sie von Gott und von Gottes Wirklichkeit redet.

Darum kann die Bibel sagen:

Beim Herrn ist ein Tag wie tausend Jahre und tausend Jahre sind wie ein Tag.

Wenn unsere Zeit abgelaufen ist, will uns Gott beschenken mit der Ewigkeit.

Dann gibt es kein Leid, keine Trauer, keinen Misserfolg mehr,

nur noch Liebe, Freude und Glück.

                                                     (Text entnommen aus: Liturgie konkret, Jan. 2018)


Wenn Gott in Jesus als Mensch auf Erden lebt, ist die Zeit erfüllt, die Zeit des Wartens, die Zeit der Hoffnung, die Zeit der Unsicherheit, die Zeit des  Bangens. Jetzt ist es so weit: Das Reich Gottes ist nahe. Damit beginnt eine neue Zeit, die Zeit der Erfüllung, der Erfüllung aller Verheißung: Zeit der Barmherzigkeit, der Vergebung, der Liebe, des Lebens, ewigen Lebens für uns. Im Handeln Jesu an den Menschen und in seiner Verkündigung wird es uns bewusst.

Voraussetzung dafür sind Umkehr und Glaube. Wenn wir uns abwenden von altem, verkehrtem Tun und uns glaubend und vertrauend auf Christus einlassen, werden wir neu. Ein neuer Geist erfüllt uns und treibt uns an: der Geist des Herrn.

Die ersten Jünger haben es verstanden und getan. Sie ließen sich von ihm rufen und sind ihm gefolgt. Und er gab ihnen eine neue Aufgabe, die ihrem Leben Sinn gab und es erfüllte: Menschen für Christus gewinnen.

So würden auch wir unsere Zeit sinnvoll leben: glauben, umkehren, uns von seinem Geist erfüllen lassen und in seiner Nachfolge Sinn erfahren,

Lebensaufgabe entdecke.

Gottes Hand legt sich schützend um uns.

Gottes Hand hebt uns auf, wenn wir niedergeschlagen sind.

Gottes Hand führt uns auf den Wegen unseres Lebens.

Gottes Hand dürfen wir vertrauen.

Pater Dennis Abraham