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Der hl. Konrad von Parzham

Der hl. Konrad von ParzhamBruder Konrad wurde am 22. Dezember 1818 als Johannes Birndorfer in Parzham / Niederbayern geboren. Er verzichtete als 31 jähriger auf sein elterliches Erbe, dem Venushof, und zog es vor einem Kloster beizutreten. Von 1849 bis zu seinem Tod am 21. April 1894 lebte er als Bruder Konrad im St. Anna Kloster in Altötting, 41 Jahre davon als Pförtner an der Klosterpforte.

Die Hinwendung zu Gott blieb für ihn untrennbar mit der Hinwendung zum Menschen verbunden. Er ging auf die Sorgen und Nöte der vielen Wallfahrer, Arbeitslosen und Landstreicher ein, die an die Klosterpforte kamen und stand ihnen als Seelsorger und "Leibwächter" zugleich zur Verfügung. Er erteilte Rat und füllte leere Mägen mit den Speisen aus der Klosterküche.

"In Gott verwurzelt, den Menschen verpflichtet", könnte über seinem Leben stehen.

Sein außerordentliches Einfühlungsvermögen zog viele Menschen an. Schon zu Lebzeiten und erst recht nach seinem Tod verehrten ihn die Menschen als Persönlichkeit, in der sich die Menschenliebe Gottes spiegelte. Am 20. Mai 1934 sprach Papst Pius XI Bruder Konrad heilig. Sein Grab befindet sich in der Kapuziner Kirche in Altötting, die 1953 in die Bruder Konrad Kirche umbenannt wurde.

Fenstermosaik In unserer Pfarrkirche erinnern ein großes Fenstermosaik und eine Holzstatue an den heiligen Konrad, der oftmals mit dem Blick auf das Kreuz, mit einem Schlüsselbund oder mit Brot, welches er an Kinder verteilt, dargestellt wird.

Durch dass Konradfest, das jährlich um den 21. April mit einem Gemeindefest gefeiert wird, bleibt die Geschichte des heiligen Bruder Konrad in Grävenwiesbach lebendig

Pfarrer Niedenzu hat sich für den heiligen Konrad als Kirchenpatron eingesetzt. Er war, wie weitere Gründungsmitglieder der Kirchengemeinde, davon angetan, in welch  unermesslicher Weise  sich  Bruder Konrad einst Wallfahrern, Armen, Kranken und Kindern annahm und verbanden dies mit den Erinnerungen an ihr eigenes Schicksal, was sie im und nach dem Krieg und  während der Vertreibung erlebt hatten.

Zur Zeit der Heiligsprechung des Konrads im Jahr 1934 befand sich Niedenzu in der Ausbildung zum Priester. Mehrere Fahrten die er nach Altötting an dass Grab des Heiligen unternahm zeugen von seinem besonderen Verhältnis zum Bruder Konrad.