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Kreuz - Gemälde im Altarraum

Kreuz - Gemälde im AltarraumBeim Betreten der Kirche fällt der erste Blick auf das überdimensionale Gemälde im Altarraum. Es zeigt Jesus, den Gekreuzigten, mit der heiligen Hedwig und dem heiligen Wenzel.

  • Dieses Gemälde, dessen Konturen im Mauerwerk eingelassen sind, ist ein Sinnbild derer, die ihre Heimat verlassen mussten.
  • In Vertrauen auf Gott und behütet unter den Armen Jesu, wurde diese Kirche für die vertriebenen aus Schlesien und dem Sudentenland zur neuen Heimat.

Die heilige Hedwig, Herzogin von Schlesien

  • Hedwig, die kämpferische Kämpferin, Gedenktag 16. Oktober
  • Die Heilige Hedwig, geboren 1174 in Andechs (Bayern), wurde bereits mit 12 Jahren mit Herzog Heinrich I. von Schlesien vermählt und zog somit ins Ausland. Aus der Ehe gingen 7 Kinder hervor.
  • Neben ihrer großen Güte und Wohltätigkeit gegenüber Armen und Kranken unterstützte sie ihren Mann bei der Kultivierung Schlesiens und ebnete den Weg für die Vertreter zahlreicher Orden, damit sie sich in Schlesien niederlassen konnten. Hedwig widmete ihr ganzes Leben dem Wohl ihres Volkes und der Vertiefung des christlichen Glaubens in der Bevölkerung. Trotzdem sie in wirren, kriegerischen Zeiten lebte und viele Schicksalsschläge sie ereilten, verlor sie nie ihren festen Glauben und ihre unendliche Nächstenliebe. Sie schränkte sich selbst auf das Notwendigste ein, um Christus in seinem Leid nachfolgen zu können. 1241 zog sie sich in das von ihr selbst gestiftete berühmte Zisterzienserinnenkloster Trebnitz im Norden von Breslau zurück, wo sie am 15. Oktober 1243 starb. Schon am 26. März 1267 sprach Papst Clemens IV. sie heilig.
  • Dargestellt wird die Heilige Hedwig von Schlesien als Herzogin, oder auch als Zisterziensernonne. Meist hält sie, wie in der Grävenwiesbacher Kirche, ein Kirchenmodell in der Hand, manchmal betet sie vor einem Kreuz oder spendet Almosen
  • Noch heute gilt die Heilige Hedwig als Wegbereiterin des Friedens zwischen dem deutschen und dem polnischen Volk.

Der heilige Wenzel (Wenzeslaus), Herzog von Böhmen

  • Wenzeslaus, der bekränzte Berühmte, Gedenktag 28. September
  • Wenzel, Sohn des christlichen Herzogs Wratislaw I. von Böhmen, wurde um 903 geboren und von der Großmutter fromm erzogen. Als 13-jähriger wurde er nach dem Tod seines Vaters Herzog von Böhmen.
  • Gegen den Willen seiner Mutter betrieb Wenzel nach der Übernahme der Regierung im Jahr 922 energisch die Christianisierung seines Landes. Wenzel wurde gerühmt wegen seines Gerechtigkeitssinnes und seiner Frömmigkeit. Er unterstützte die Böhmenmission und war Gründer der ersten  Veitkirche in Prag.
  • Bevor Wenzel, seinen Bruder Boleslaw I. die Regierungsverantwortung übertragen konnte, um selber ins Kloster eintreten zu können, wurde er von seinem eigenen Bruder während eines Gottesdienstes getötet. Wie zuvor bereits seine Großmutter, starb er am 28. September 929 den Märtyrertod.
  • Schon bald nach Wenzels Tod begann die Verehrung als Märtyrer und Nationalheiliger Böhmens. Seine Gebeine wurden 938 in die Veitkirche von Prag überführt, heute ruht er in der Wenzels-Kapelle des Veits-Doms.
  • Im Jahr 1729 wurde Wenzel als erster Tscheche heilig gesprochen. In Darstellungen ist der Patron von Böhmen oft mit einem Schild, einem Schwert oder einer Lanze abgebildet. In unserer Kirche trägt er einen Zepter.