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Historie

Die Burg wurde 1234 als Burg der Herren von Reifenberg erwähnt, man geht davon aus, dass sie wohl im 12. Jahrhundert gegründet wurde.

Im 30 jährigen Krieg wurde die Burg stark zerstört.

Der letzte Reifenberger, ein Trierer Domherr, wurde von Kurzmainz 1667 bis 1673 inhaftiert und von 1676 an in Königstein eingekerkert, wo er 1686 in geistiger Umnachtung starb. Dennoch konnte Mainz die Burg, die als Erbe an die Herren von Bassenheim kam, nicht in seine Hand bringen. 1856 wurde das Haus Nassau neuer Eigentümer der Burg.

Von der Burg sind Baureste vor allem aus dem Spätmittelalter erhalten: ein runder Bergfried und an der Süd-West-Seite eine mächtige Schildmauer.

Aus dem 15. Jahrhundert stammt ein rechteckiger, sechsgeschossiger Wohnturm, den man heute besteigen kann.  Hinter dem Halsgraben im Norden befinden sich ein Rundturm und die "Pulverkammer" für die Verteidigung mit Feuerwaffen aus der Zeit um 1500.

Weitere Details zur geschichtlichen Entwicklung der Pfarrgemeinde St. Georg werden in Kürze eingepflegt.

 

Das Bassenheimer Palais

  • Im Zeitraum von 1765 bis 1770 wurde anstelle der Burg ein neues herrschaftliches Gebäude errichtet, das heutige Bassenheimer Palais.
  • 1823 wurde Oberreifenberg  Sitz der neugegründeten standesherrlichen Oberförsterei Reifenberg.

Kurzer geschichtlicher Exkurs

Ab dem Jahr 1654 übernahmen die Grafen Waldbott von Bassenheim die Burg Kransberg und das Gebiet rund um Reifenberg / Seelenberg.

An dieser Stelle dienen einige Eckdaten zur Verdeutlichung der neuen Besitzer, die sich abhoben von den anderen Grundbesitzern im Usinger Becken.  

1683 Casimir Graf Waldbott von Bassenheim (1642-1730), Mainzer Domherr und Erbauer des heutigen Rathauses in Bassenheim, bringt das Martinus-Relief aus dem Mainzer Dom nach Bassenheim. Das Relief wird als "Bassenheimer Reiter" weltberühmt.
1720 Die Waldbott von Bassenheim, die 1638 Reichsfreiherren geworden waren, werden Reichsgrafen. Bassenheim wird reichsunmittelbare Herrschaft und untersteht dem Kaiser.
1780 Erste Erwähnung einer Schule in Bassenheim, die offenbar schon vorher im Pfarrhaus eingerichtet worden war. 1813 wurde die Schule in das 1753 errichtete Frühmessnerhaus (Walpotplatz 3) verlegt.
1798 Gründung der Bürgermeisterei Bassenheim, aus der die heutige Verbandsgemeinde Weißenthurm hervorgegangen ist. Auch die Koblenzer Stadtteile Metternich, Kesselheim, Bubenheim und Rübenach gehörten zur Bürgermeisterei.
1800 Vor den Toren des damaligen Ortes wird in der Flur "Sässel" ein Friedhof für die kleine jüdische Gemeinde Bassenheim angelegt.
1805 Napoleon gibt den Grafen von Bassenheim als einzigen Großgrundbesitzern im linksrheinischen Rheinland das Rittergut Bassenheim zurück.
1861 Hugo Graf Waldbott von Bassenheim muss Burg und Rittergut Bassenheim sowie Burg Pyrmont zwangsversteigern lassen. Fürst Karl Anton von Hohenzollern wird Eigentümer. Die Grafenfamilie zieht sich auf die Besitzungen in Buxheim/Allgäu zurück.

Das Jahr 1806 war für Kransberg und die Besitztümer rund um Reifenberg / Seelenberg sehr bedeutend, da die Bassenheimischen Lande und mit ihnen das Dorf Cransberg mediatisiert, d.h. von den Fürsten von Nassau annektiert wurden. Die Grafen von Bassenheim verloren ihre politische Selbstständigkeit, einzig verblieb ihnen der private Besitz.