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Der Heilige Pankratius

Seit vielen Jahrhunderten erhält jedes katholische Gotteshaus bei seiner Einweihung einen oder mehrere Heilige zugewiesen, unter deren Schutz es gestellt und zu deren Ehren es in besonderer Weise bestimmt wird.

Patrozinium, das Wort ist der Sprache des Römischen Rechts entnommen und ist von "patronus" abgeleitet, bedeutet also nicht anderes als Schutzherrschaft. Jede Kirche ist zur Ehre Gottes erbaut. Durch die Zuordnung und Widmung an Heilige erleidet die Gottesverehrung keinerlei an Beeinträchtigung; denn die Heiligenverehrung ist ja der Gottesehrung nicht gleich - sondern untergeordnet.

Von Beginn an ist der Heilige Martyrer Pankratius der Kirchen- und Schutzpatron der Wernborner Kirchen. Weshalb und unter welchen Umständen die Wahl auf den Heiligen Pankratius fiel, ist leider nicht überliefert worden. Die Reliquien des Heiligen müssen jedoch schon in der Holzkapelle auf dem Holzberg - der heutigen Marienkapelle- vorhanden gewesen sein.

Als die Holzkapelle nicht mehr benutzt wurde und die Wernborner mit den Kransbergern das Inventar teilten, wurden die Reliquien des Heiligen Pankratius in die Wernborner Kirche überführt. Wie diese Reliquien ursprünglich auf den Holzberg gelangt sind, ist leider nicht bekannt.

Aus alten Überlieferungen weiß man nur wenig von dem kurzen Leben und Sterben des heiligen Pankratius. Bekannt ist, dass er aus Phrygien (Kleinasien) stammte und als vierzehnjähriger Waise von seinem Onkel nach Rom gebracht wurde. Er starb dort sehr bald für seinen Glauben durch das Schwert. Sein Grab wird in der Basilika San Pancrazio in Rom verehrt. Sein Namenstag wird am 12. Mai gefeiert.