nach unten

Historische Wernborner Kirchturmglocken

So fing alles mal an:

1597   erhielt Wernborn ihre erste Glocke für die 1596 erbaute erste Kirche, durch Genehmigung des Kurfürstlich-Erzbischöflichen Vicariat in Mainz, nach langem vorhergegangenen Streit mit Cransberg, der am 6.ten April 1598 durch Mainz beendet wurde.
1678 Die größte Glocke im Wernborner hölzernen Glockenturm trug in Majuskel-Schrift die Namen der 4 Evangelisten: S. MARCVS, S. LVKAS, S. JOHANNES, S. MATEVS. Zwischen jedem Namen befand sich das Deutsche Ordenskreuz. Sie trug die Jahreszahl 1678.
1729

In diesem Jahr bekam die Gemeinde Wernborn 2 neue Glocken. Diese trugen folgende Inschriften:
Georg Christoph Roth in Maintz.   Tenens Moc.  Ao. 1729.
Eccl. me t. Moc. schol. Camerae praesens et locum: Cas. Ferd. Adolph Comes de
Waltboth Bassenheim D. in Reiffenberg et Cransberg.


1889
Die Sankt Pankratius Kirche von Wernborn befand sich in einem allgemeinen sehr schlechten Zustand. Der hölzerne Glockenturm war so schlecht, dass er beim Läuten der 3 Glocken schwankte und dadurch sich ein Riss in der linken Seitenmauer der Kirche von oben bis unten gebildet hatte es waren schon einige Steine herunter gebrochen. Somit war der Turm in einem bedrohlichen Zustand. Es wurde aber nichts mehr repariert, da ein neuer Kirchenbau geplant war.
1898In der alten Kirche von Wernborn waren drei Glocken. Die größte war Anfangs der 90. Er Jahre gesprungen. Die Glockengießerei Rincker in Sinn fertigte 3 neue Glocken für die neuerbaute Kirche und übernahm die 3 alten Glocken ( 1678, 1729, 1729 ) zum Umschmelzen.

Am 11. Juli 1898 kamen die 3 neuen Glocken in Wernborn an. Am 15. Juli wurden sie in den Turm der Kirche gebracht und zur Probe geläutet. Alle 3 Glocken hatten zusammen ein Gewicht von 1141 kg.Die größte Glocke, auf welche die Uhr schlug, wog 584 kg. und hatte einen Durchmesser von 1m, Höhe 1,04m, 6 Henkel, und stimmte  den Ton ,, g '' an.Inschrift:,, Beate Pancrati; ora pro nobis; Gloriosus Christi martyr Pancratius Victor exsultat in coclis, Alleluja!'' Oben Passionsblumenornament unterbrochen von +++ ( Kreuzen ). geg. von Rincker No 1114.Die südliche Glocke wog 326 kg., dm 0,84m, Höhe 0,87m,  6 Henkel und stimmte auf den Ton ,, b ''.Die Inschrift lautete:,, AVE MARIA; boche ti voce m eius an dicritis, nolite obdurare cor da vostra.'' geg. von Rincker No 1115.Die kleinste Glocke wog 231 kg. und stimmte den Ton ,, c '' an, gegossen zu Sinn 1898   von F.W.Rincker ( Die Nummer der kleinsten war nicht notiert ).

Die größere Glocke wog 570 kg und hatte den Ton ,, g ''. Sie wurde dem heiligen Pancratius geweiht.

Die kleinere Glocke wog 370 kg und hatte den Ton ,, b ''. Sie wurde der Jungfrau und Gottesmutter Maria geweiht. Die Kosten für beide Glocken betrugen: 2.958,35 Mark.