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Geistlicher Impuls


Liebe Schwestern, liebe Brüder!

Es ist September. Die Tage werden immer kürzer und die Nächte länger. Und der Sommer neigt sich seinem Ende zu. Er brachte sehr heiße, aber auch recht kühle Tage – ein getreues Spiegelbild des Lebens! Auch dieses bringt ja bei jedem Menschen Höhen und Tiefen. Doch bei all dem Auf und Ab des Lebens steht uns einer beständig zur Seite: Gott, den wir unseren Vater nennen und der in seinem Sohn einer von uns geworden ist. Auch in dessen Leben gab es ja die Höhen und Tiefen bis zur tiefsten Erniedrigung im Kreuzestod. Daran werden wir besonders erinnert am Fest der Kreuzerhöhung am 14. September.

Auch seine Mutter war davon betroffen. Denn Mütter leben ja mit ihren Kindern. Sie freuen sich mit ihnen, leiden aber auch mit, wenn es ihnen schlecht geht. Daran denken wir am Fest der Schmerzen Marias am darauf folgenden Tag. Doch sie hielt durch! Das ist für uns eine Ermunterung und ein Vorbild!

Dazu kommen noch manche Heilige, die wir im September feiern, so den hl. Gregor den Großen, die hl. Hildegard von Bingen, den Evangelisten Matthäus, den hl. Vinzenz von Paul, um nur einige zu nennen. Sie alle haben ihr Leben ganz auf den Herrn gebaut und in allen Höhen und Tiefen des Lebens den Glauben bewahrt. Gott hat sie dafür belohnt.

Wenn wir das bedenken, dann können wir nie den Mut verlieren, auch wenn es manchmal in unserem Leben, aber auch in der Kirche etwas turbulent zugeht. Auch wir dürfen immer auf den Herrn vertrauen, selbst wenn es vielleicht gerade mal einen Tiefpunkt im Leben gibt. Er ist da, er ist immer da, auch wenn er uns scheinbar fern ist. Die Heiligen, zu allererst Maria, haben es uns vorgemacht.

Lassen wir uns von ihrem Vorbild ermutigen und verlieren wir nie den Blick für das Wesentliche im Leben. Richten wir in allen Wechselfällen des Lebens unseren Blick auf den Herrn, der am Kreuz gehangen hat. Denn auf den Tiefpunkt der Kreuzigung folgte der Höhepunkt der Auferstehung! Das galt für Jesus, das gilt auch für uns.

Pater Roy Chethipuzha Joseph