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Geistlicher Impuls

"Wie soll das Kind denn heißen?"


Liebe Mitchristen im Usinger Land,   

„Wie soll das Kind denn heißen?“ Diese Frage beschäftigt sicher die meisten Eltern während einer Schwangerschaft. Und sie werden oft auch von anderen Menschen in ihrem Umfeld danach gefragt.

Für Maria und Josef war es da – zumindest so, wie die Evangelien uns davon berichten – eindeutig. Da heißt es, dass jeweils ein Engel ihnen gesagt hat: „…ihm sollst du den Namen Jesus geben.“ (Mt 1,21 und Lk 1,31) Der Name Ie-sous, der im Hebräischen „JHWH erweist sich als Rettung/Heil/Erlösung“ bedeutet, weist schon darauf hin, welche Botschaft dieses Kind später in die Welt bringen wird.

Wenn wir an Weihnachten die Geburt des Kindes Jesus feiern und uns im Advent darauf vorbereiten, könnten wir uns eben diese Frage stellen: „Wie soll das Kind denn heißen?“ Sein biblischer Name ist eindeutig. Aber welchen Namen würde ich ihm denn ganz persönlich geben? Ist er mein Retter, der mir Heil und Erlösung bringt? Wie sieht meine eigene Sehnsucht aus? Welcher Name würde meine Beziehung zu Jesus am besten ausdrücken?

Das Stundengebet der Klöster kann uns bei der Namensfindung vielleicht eine Hilfe sein. An den Tagen ab dem 17.Dezember wird in der O-Antiphon, einem besonderen Vers im abendlichen Lob der Vesper, Jesus mit biblischen Bildern angesprochen. Wie ein Sehnsuchtsruf erklingen dort die Namen, mit der Bitte, dass er doch kommen möge: 

„O Weisheit – O Herr – O Wurzel Jesse – O Schlüssel Davids – O Aufgang – O König – O Immanuel …. Komm!“

Auf den ersten Blick mögen diese Namen veraltet oder ungewöhnlich scheinen. Es lohnt sich aber, einen zweiten Blick darauf zu werfen, sich mit diesen Namen auseinanderzusetzen, sie zu meditieren. Hier lade ich herzlich ein zu einem Projekt im Advent. Näheres dazu finden Sie auf einer der folgenden Seiten im Pfarrbrief.

Ich wünsche Ihnen, dass der Advent eine Zeit der Namensfindung wird: Wie soll das Kind für mich ganz persönlich heißen? Wie könnte meine eigene O-Antiphon lauten? „O - … Komm!“

Möge an Weihnachten und darüber hinaus unsere persönliche Beziehung zu Jesus immer mehr wachsen.

Monika Korten, Gemeindereferentin