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Geistlicher Impuls

Es ist Sommer…


„Jetzt ist Sommer, egal, ob man schwitzt oder frierst. Sommer ist, was in deinem Kopf passiert“. So heißt es in einem Lied der Wise Guys.

Sommer, da tauchen in meinem Kopf Bilder auf von langen Abenden im Freien, von der Frische nach einem Regenschauer.
Als Kind habe ich die Düfte geliebt, die ständig durchs Haus zogen: Nach frisch gekochter Erdbeermarmelade, nach Kirschsaft oder Pflaumenmus.

Sommer, das klingt nach Leichtigkeit, Urlaub, Erholung, Freizeit, Entspannung.

Sommer, das ist eine Vielzahl von Eindrücken: Ein Weizenfeld im Wind, frisch gemähtes Gras, eine Blumenwiese, Meeresrauschen, die Stille auf dem Berggipfel, …

All diese Eindrücke kann ich an mir vorbeirauschen lassen, dann bleibt nur eine vage Erinnerung an das, was ich gesehen, gehört, gefühlt, erlebt habe. Wenn ich diese Eindrücke aber bewusst wahr- und mir aufnehme, dann entstehen bleibende Eindrücke, beim kleinen Schmetterling ebenso wie bei der beeindruckenden Kathedrale; beim sanften Plätschern der Brandung am Meer genauso wie bei der hübschen Blume am Weg auf den Berggipfel.

Versuchen Sie es: Setzen Sie sich in Ihren Garten, auf Ihren Balkon, ans offene Fenster, schließen Sie einen Moment die Augen und hören Sie. Einfach nur hören. Vielleicht werden Sie erstaunt sein, was da alles zu hören ist, was Ihnen vorher gar nicht so aufgefallen ist.

Oder achten Sie beim Spaziergang bewusst auf all das, was am Wegrand wächst.

Bewusste Wahrnehmung, Achtsamkeit führt in die Tiefe meines Selbst. Und dieser Weg führt auch zu Gott. Nehme ich all die Dinge um mich herum bewusster wahr, dann kann ich auch den Schöpfer dahinter erahnen und erspüren. Und kann ihm auf diese Weise auch näherkommen.

Auch das ist mal einen Versuch wert: Ab und zu einen Gedanken mit Gott zu teilen. Da, wo ich auf einer Reise etwas Schönes besichtige, wo ich die Freiheit und Weite am Meer spüre, wenn ich auf dem Gipfel angekommen bin, wenn ich die ersten Tomaten ernte, all dies sind Momente, wo ich einen kleinen Moment innehalten kann. Vielleicht ein kleines „Danke“ sage, oder die Augen schließe und einen kurzen Augenblick ruhig werde.

Es braucht oft gar nicht viel, um sich mit Gott verbunden zu wissen. Aber eins braucht es schon, ich muss es tun. Probieren Sie es aus!

Ich wünsche Ihnen einen schönen, erholsamen, von Gott begleiteten Sommer

Annette Bieker