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Projekt "Orgelmodernisierung"

Der Förderkreis der kath. Kirche St. Laurentius Usingen hat in seiner Mitgliederversammlung 2019 das neue Projekt "Orgelmodernisierung" auf den Weg gebracht: es sollen die finanziellen Mittel für eine technische Modernisierung des Spieltisches der Pfeifenorgel in der kath. Laurentiuskirche in Usingen angespart werden.

Das Spendenziel liegt bei knapp 20.000 EUR. Aktueller Spendenstand: 5.570 EUR

Es wurde ein Spendenkonto für das Projekt eingerichtet:

IBAN: DE08 5105 0015 0245 1250 42
BIC: NASSDE55XXX
Verwendungszweck: Projekt Orgelmodernisierung

Spenden an den Förderkreis sind steuerlich absetzbar. Bis 200 EUR reicht dem Finanzamt die Vorlage einer Überweisungsbestätigung. Bei höheren Spenden erhalten Sie eine Zuwendungsbestätigung. Auf Wunsch auch bei Spenden unter 200 EUR.

Ansprechpartner:

Organist Markus Drexelius
E-Mail: markus.drexelius(at)kath-usingen.de

Ein Blick ins Innere unserer Pfeifenorgel
Spendenstand im Juni 2019: 5.570 EUR von ca. 20.000 EUR

Was genau soll gemacht werden?

Einbau einer digitalen Setzeranlage

Einbau einer digitalen Setzeranlage

Dem Organisten wird damit die Möglichkeit eröffnet, eine Vielzahl an Vorregistrierungen vorzubereiten und auf Knopfdruck abzurufen. Gerade beim Spiel von Orgelliteratur erleichtert der schnelle Abruf von Registrierungen per Knopfdruck die Arbeit sehr. Eine noch abwechslungsreichere Klanggestaltung bei Gottesdiensten und Konzerten wird dadurch möglich.

Was wird gemacht?

Die Registerwippen werden durch elektrisch bewegbare Wippen ersetzt. Diverse Taster zur Programmierung und Abruf der Registrierungen werden eingebaut. Eine computergesteuerte Steuerung wird eingerüstet.

Über eine USB-Schnittstelle können Registrierungen am PC vorbereitet und eingespielt werden. Mehrere tausend Speicherebenen bieten ausreichend Platz für individuelle Programmierungen für alle am Instrument spielenden Organisten.

Einbau einer digitalen Ventilansteuerung

Einbau einer digitalen Ventilansteuerung

Jede Taste der Klaviatur steuert elektrisch ein Ventil an der Pfeife (Windlade), das sich bei Tastendruck öffnet und Luft durch die Pfeife strömen lässt, damit sie erklingt.

Eine digitale Steuerung ermöglicht u.a. die Programmierung von Sub- oder Superkoppeln: dadurch "drückt" der Computer auf Wunsch des Organisten automatisch eine zusätzliche Taste, sobald eine Taste an der Klaviatur gedrückt wird. So kann z.B. die obereste Melodiestimme eines Chorals um eine Oktave nach oben zusätzlich ertönen, was den Gemeindegesang noch besser trägt (vor allem bei unbekannten Liedern) und den Klang der Orgel bereichert.

Eine "Subkoppel" spielt automatisch einen weiteren tiefen Ton und bildet ein klanglich mächtiges Fundament. Sie ermöglicht z.B. auch weniger versierten Organisten ohne Pedalspiel einen ansprechenden Klang, indem der Computer die unterste Bassstimme automatisch im Pedal mitspielt. Die klanglichen Möglichkeiten der Orgel werden erweitert.

Durch die Computerunterstützung kann der Orgelbauer und der Organist Stimmungen der Pfeifen eigenständig vornehmen. Die digitale Ventilansteuerung ermöglicht den Anschluss eines entfernten Spieltisches oder Keyboards. So könnte der Kirchenchor von unten begleitet werden, was dem Chorleiter und dem Chor das gemeinsame Musizieren erleichtert.

Was wird gemacht?

Alle Klaviaturtasten der Orgel werden neu verdrahtet und auf einen Steuercomputer aufgelegt. Ebenso die Magnetventile der Pfeifen. Die Aktivierung der Pfeifen beim Tastendruck übernimmt dann der moderne Steuercomputer.

Durch die neue elektrische Steuerung der Ventile wird zudem die elektrische Betriebssicherheit der über 40 Jahre alten elektrischen Einrichtungen sichergestellt.

Funkschnittstelle zum Stimmen und Spielen

Funkschnittstelle zum Stimmen und Spielen

Eine neue Funkschnittstelle ermöglicht dem Organisten und Orgelbauer die regelmäßig notwendigen Stimmung der Pfeifen ohne dass eine zweite Person am Spieltisch die Tasten zum Stimmen drückt. Dies erledigt eine Funkfernbedienung, die man mit in die Orgel nehmen und die einzelnen Pfeifen darüber erklingen lassen kann, um sie zu stimmen.

Die Orgel kann über die Funkschnittstelle zudem auch von anderen Stellen aus gespielt werden, z.B. von unten zur Begleitung des Kirchenchores.

Unsere Orgel - die Königin der Instrumente

Die Orgel wird nicht zu unrecht als die Königin der Instrumente bezeichnet: bietet sie doch derart viele Klangmöglichkeiten, die kein anderes Musikinstrument hat: von zarten, andächtigen, ja geheimnisvollen Klängen bis zum freudigen Tutti stehen dem Organisten alle Freiheiten offen.

Unsere Orgel wurde 1964 von der Firma Wagenbach erbaut. Im Jahre 2002 erfolgte eine Generalüberholung des Instrumentes durch die Firma Orgelbau Hardt (Möttau) und bei dieser Gelegenheit erhielt das Instrument ein weiteres Register: ein Zungenregister Krummhorn 8".

Die Orgel besitzt eine elektrische Spiel- und Registertraktur und eine elektropneumatische Steuerung der Ventile.

Die Disposition sieht heute folgendermaßen aus:

 

PedalHauptwerkOberwerkSpielhilfen
  • Subbass 16'
  • Gedecktbass 8'
  • Oktavbass 4'
  • Trompete 8'
  • Posaune 16'
  • Krummhorn 8'
  • Koppel II/Ped.
  • Koppel I/Ped.
  • Prinzipal 8'
  • Weidenpfeife 8'
  • Oktave 4'
  • Rohrflöte 4'
  • Quinte 2 2/3'
  • Blockflöte 2'
  • Mixtur 2', 6 fach
  • Trompete 8'
  • Koppel II/I
  • Sing. Gedeckt 8'
  • Prinzipal 4'
  • Quintade 4'
  • Oktave 2'
  • Quinte 1 1/3'
  • Sesquialter 2-3fach
  • Krummhorn 8'
  • Tremulant
  • freie Kombination
  • Tutti
  • Crescendo Schweller
  • Crescendo Schweller-ab
  • Zungen ab